Die Skipflege beginnt immer an den Kanten. Verwenden Sie immer eine Kantenfeile oder Stahlkantenhobel mit mind. rechtwinkligen Anschlag. Diese Seite informiert Sie über Kantenschleifgeräte und die verschiedenen Kantenschliffe. Von der Belagseite muß die Kante nur dann geschliffen werden, wenn sich auf der Belagseite Kerben in der Kante zeigen. Die Hauptarbeit ist von der Seite zu verrichten. Schleifen Sie immer über die ganze Länge des Ski, nur die Schaufeln werden ausgespart. Die Kante ist ausreichend scharf, wenn beim Darüberstreichen mit dem Fingernagel deutlich sichtbare Spuren der Kante an dem Fingernagel zurückbleiben.
Anschließend wird die ganze Kante mit feinem Schleifpapier (Körnung 240-360) entgratet, indem man unter 45° zur Lauffläche leicht über die Kante streicht. S-Fahrer entgraten weniger, A- und L-Fahrer mehr. Schließlich wird die Kante an der Spitze 15 bis 20 cm und an den Skienden 5 bis 10 cm lang mit Schmirgelpapier oder einer Schlichtfeile abgerundet. Die unteren Werte gelten für S- , die oberen für L- Fahrer. Nach der Präperation der Kanten werden die Metallspäne sorgfältig enfernt.
Bevor der Ski gewachst wird muß der Belag auf Beschädigungen kontrolliert und gegebenfalls ausgebessert werden.
Um die Ski zu wachsen, muß vorher das alte Wachs von den Ski entfernt werden. Benutzen Sie dazu Wachsentferner den Sie auf einen Lappen geben um den Ski porentief zu reinigen. Warten Sie 30 min ab, bis der Wachsentferner sich verflüchtigt hat. Als Grundlage benutzen Sie am Besten immer Heißwachs. Er hält meist mehrere Tage (Extremisten Wachsen natürlich jeden Tag) und kann mit Tubenwachs oder Wachstüchern aufgefrischt werden.
Tragen Sie den Heißwachs mit Hilfe eines Bügeleisens auf. Es reicht aus wenn die Wachsschicht gerade eben noch zu erkennen ist. Der Belag muß jedenfalls nicht unter einer 2 mm Wachsschicht verschwinden. Nachdem das Wachs abgekühlt ist ziehen Sie den überschüßigen Wachs mit einer Plastikklinge ab und machen die Laufrille und die Kanten wachsfrei. Reiben Sie den Belag, mit einem weichen Tuch, in Laufrichtung nach. Fertig!
Soll der Ski übersommern, bringen Sie am Ende der Saison eine Wachsschicht auf, die auch die Kanten einschließt. Der Belag kann so über Sommer nicht austrocknen und Spröde werden und die Kanten werden vor Rost geschützt. Zu Beginn der nächsten Saison braucht dann nur noch der Wachs abgezogen zu werden und schon ist der Ski wieder fahrbereit.

Schäden an der Lauffläche

Kleinflächige Schäden können mit Belagstiften und der Hilfe eines Bügeleisens repariert werden. Achten Sie darauf, daß Sie den für Ihren Ski richtigen Belagstift kaufen. Für schwarze Graphit-Laufflächen gibt es extra Graphit-Belagstifte zu kaufen, alle anderen Beläge egal welcher Farbe können mit durchsichtig, weißen Belagstiften ausgebessert werden.
Das zur Ausbesserung verwendete Bügeleisen sollte natürlich nur für Belagsreperaturen angewendet werden, es sei denn flächige Plastikflecken auf dem Sonntagskleid, werden als Tribut an die Skipflege gerne in Kauf genommen. Stellen Sie das Bügeleisen auf "Leinen", wenn nicht anders auf der Verpackung der Belagstifte vermerkt.
Ob der Belagstift erst an der Bügelfläche des Bügeleisens geschmolzen und dann auf die schadhafte Stelle aufgebracht wird oder der Belagstift direkt an der beschädigten Stelle der Lauffläche geschmolzen wird, hängt vom eigenen Gusto ab. Es ist aber in jedem Fall wichtig, daß der Belag mit dem geschmolzenen Plastik eine homogene Verbindung eingeht, der Belag muß dafür leicht angeschmolzen werden. Eine Überhitzung, die sich in Entwicklung von Blasen oder dem zurückweichen des Belages von der Skikante zeigt, ist unbedingt zu vermeiden. Der schwarze Graphitbelag ist hier besonders empfindlich.
Wenn die geflickte Stelle erkaltet ist, wird die Lauffläche mit einer Stahlklinge abgezogen, bis sie wieder vollkommen Eben ist.

Schäden an der Kante

Deutlich sichtbare Kratzer an den Stahlkanten müssen vor dem Schärfen der Kante mit Hilfe eines feinen Schleifsteins herausgeschliffen werde. Benutzen Sie hierfür auf keinen Fall die Feile. Im Bereich der Verformung steigt die Härte der Stahlkante an, die Kantenfeile "hüpft" über diese Stelle hinweg ohne zu greifen und verschleißt schneller. Nach dem Herausschleifen der Scharten werden die Kanten mit einem Kantenhobel, von der Laufflächenseite beginnend behandelt, bis sie gleichmäßig metallisch glänzen und scharfkantig sind. Die weitere Vorgehensweise geht aus der Packungsbeilage des Kantenhobels hervor. Die oft empfolene Karosseriefeile ist nur etwas für Geübte. Die Führung der Feile muß absolut gleichmäßig erfolgen, schon leichte Veränderung des Anstellwinkels während des Feilens können dazu führen das die Kante unbrauchbar wird.

Schäden an der Bindung

Mit Schäden an der Bindung ist nicht zu Spaßen, gehen Sie auf jedenfall zu Ihrem Fachhändller.

 

 

 

 

 

 

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